Informationen zur Hansestadt Stralsund



 


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Die Vorstädte

entwickelten sich schlagartig mit dem Ende des ausgehenden 19.Jahrhunderts, nachdem die Preußen den Festungscharakter der Stadt aufhoben. Rund um die großen Stadtteiche entstanden Villen, Wohnviertel, Gewerbe und wichtige öffentliche Gebäude der Stadt.

Wenn man die Altstadt durch das Kniepertor verlässt, ist man schon in der Kniepervorstadt, die besonders durch viele prachtvolle Villen, die im Stil der Jahrhundertwende erbaut wurden, besticht. Rund um den Knieperteich, der sich im Sommer übrigens hervorragend für eine Bootsfahrt eignet, wird das Auge des Besuchers durch das üppige Grün in diesem Teil Stralsunds und den Blick über die Wallanlagen und den Teich auf die Altstadt  verwöhnt. Sarnowstraße, Jungfernstieg, Friedrich Engels Straße, um nur einige zu nennen, erstrahlen seit der politischen Wende wieder in neuem Glanz und laden zu einem Bummel ein. Am Ufer des Strelasundes liegen Badeanstalt und Sundpromenade, welche zur Zeit gerade wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird, und von der man den Ausblick auf Rügen und etliche Segelboote genießen kann. In der Kniepervorstadt liegen wichtige öffentliche Gebäude der Stadt, wie das Theater Vorpommern, das Klinikum am Sund und die Fachhochschule Stralsund.

Im Südwesten der Hansestadt, zwischen Frankenteich und Moorteich, liegt die Tribseer Vorstadt mit vielen größeren Bürgerhäusern, etlichen Einfamilienhäusern, kleineren Gewerbebetrieben und vor allem sehr viel Grün. Eines der wichtigsten und schönsten öffentlichen Gebäude ist unbestritten der Stralsunder Hauptbahnhof. Noch vor wenigen Jahren war es dort, um es mal vorsichtig auszudrücken, nicht gerade besonders gemütlich, und jeder Reisende war froh wenn er diesen ungastlichen Ort schnell wieder verlassen konnte. Das hat sich inzwischen gründlich geändert ! Umfassend saniert, sehr sauber und sicher, präsentiert sich dem mit der Bahn anreisenden Besucher der Stadt ein moderner Verkehrsknotenpunkt, der auch ohne Fahrkarte einen Besuch wert ist. Man mag es kaum glauben, aber selbst das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Dafür wurde der Stralsunder Hauptbahnhof vor ein paar Jahren von der Deutschen Bahn zu einem der schönsten Bahnhöfe Deutschlands gekürt. Und zwar verdient!

Die Frankenvorstadt schließt sich im äußersten Süden an die Stadt an.  Am Frankenteich findet man Wohnviertel, die hauptsächlich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts entstanden. Weiter im Süden sind einige der wichtigen Betriebe der Stadt angesiedelt, wie die hochmoderne Volkswerft, deren nagelneue 74m hohe und über 300m lange Schiffbauhalle nun wahrlich nicht zu übersehen ist, und der neue Stolz der Stralsunder, die Brauerei. Die Geschichte der Brauerei ist ähnlich der des Hauptbahnhofes, einst ein florierendes Unternehmen, ist sie zu Zeiten der DDR total verkommen. Nach der Wende, von allen tot geglaubt, wurde sie von zwei enthusiastischen Brüdern aus dem Westen aufgekauft und erstaunlicherweise nicht plattgemacht, sondern Stück für Stück in eine Perle der deutschen Braukunst verwandelt. Stralsunder Pils und Bock werden mittlerweile jährlich mit Goldmedaillen überhäuft, dass es fast schon langweilig wird (der Braumeister möge mir verzeihen). Die historische Bausubstanz wurde behutsam in den modernen Braubetrieb integriert und dient heute als Spitzenrestaurant sowie als erste Adresse für die Kulturszene der Stadt.

Natürlich gibt es in Stralsund, wie in vielen anderen ostdeutschen Städten auch, die "ewigen Bauten des Sozialismus". Jenseits des ehemaligen eisernen Vorhangs sind ähnliche Viertel auch fast überall zu finden, deswegen brauchen wir unsere auch nicht zu verstecken. Im Gegenteil. Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Städten ist, dass es hier kaum Leerstand und Ghettobildung gibt und dass großflächig und umfassend saniert wurde. Knieper Nord, Knieper West und Grünhufe bieten heute Lebensraum für viele Menschen unserer Stadt und sind mit ihren vielen Grünflächen durchaus ansehnlich und durch erschwingliche Mietpreise eine echte Alternative zum Wohnen.            

 

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